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Ihre Ansprechpartnerinnen

Schwester Anke
PDL & Praxisanleiter

Begleitet Sie bei allen Fragen rund um Versorgung, Pflege und Pflegeberatung.

Schwester Corinne
Pflegefachkraft

Unterstützt Sie bei allen Fragen zur Abrechnung und Pflegeberatung.

Jennifer
CEO

Beratung und Management.

1,0

sehr gut
Geprüfte Qualität

Qualität, der Sie vertrauen können
Unser ambulanter Pflegedienst wurde im Rahmen der Qualitätsprüfung mit der Note 1,0 – sehr gut bewertet.

geprüft am 21.01.2026

geprüft nach §114 SGB XI

Wir unterstützen Sie in jeder Lebenslage

Beratung auch ohne Pflegegrad

Wir beraten Sie individuell und helfen Ihnen, die besten Lösungen für Ihre Situation zu finden.

Hilfe nach Klinikaufenthalt

Wir begleiten Sie bei der Entlassung und sorgen für eine reibungslose Versorgung zuhause.

Unterstützung bei Anträgen

Wir helfen Ihnen bei allen Anträgen rund um Pflegegrad, Leistungen und Hilfsmittel.

Unterstützung im Haushalt

Wir unterstützen im Haushalt und im Alltag – für mehr Entlastung und Lebensqualität.

Kinder mit Pflegegrad

Spezielle Unterstützung und Beratung für Familien mit pflegebedürftigen Kindern.

Fragen und Antworten

Wenn Sie oder ein Angehöriger plötzlich Hilfe im Alltag brauchen, müssen Sie nicht alles allein organisieren.
Das sind die ersten wichtigen Schritte:
  • Pflegekasse anrufen und einen Pflegegrad beantragen. Die Pflegekasse gehört zu Ihrer Krankenkasse.
  • Hausarzt informieren, besonders wenn Medikamente, Verbandswechsel, Insulin oder andere medizinische Hilfe benötigt werden.
  • Pflegedienst vor Ort anrufen. Dieser kann Sie beraten und gemeinsam mit Ihnen schauen, welche Hilfe zu Hause benötigt wird.
  • Denken Sie auch an Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können – zum Beispiel Rollator, Pflegebett, Toilettenstuhl oder Duschstuhl.

Unser Tipp: Warten Sie nicht, bis alles zu viel wird. Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung – oft können schon kleine Hilfen den Alltag deutlich erleichtern.

Viele Menschen denken bei einem Pflegedienst gleich an tägliche, lange Einsätze und hohe Kosten. In der Praxis kann man jedoch ganz klein und individuell anfangen. Vielleicht traut sich ein Klient nicht mehr allein in die Badewanne oder Dusche. Dann kann es zunächst ausreichen, wenn der Pflegedienst einmal pro Woche bei der großen Körperpflege unterstützt.

Oder ein Klient lebt allein und die Angehörigen wünschen sich etwas mehr Sicherheit. Dann kann ein kurzer täglicher Besuch sinnvoll sein, bei dem nach dem Befinden geschaut, auf Veränderungen geachtet und bei Bedarf weitere Unterstützung organisiert wird. So entsteht Hilfe dort, wo sie wirklich gebraucht wird – ohne dass sofort alles vom Pflegedienst übernommen werden muss. Bei Pflegegrad 2 bis 5 können Pflegegeld und Pflegesachleistungen miteinander kombiniert werden. Das bedeutet: Ein Teil der Versorgung kann durch den Pflegedienst übernommen und über die Pflegekasse abgerechnet werden. Der nicht genutzte Anteil der Pflegesachleistungen kann weiterhin anteilig als Pflegegeld ausgezahlt werden.

Wenn sich der Pflegebedarf später verändert, kann die Unterstützung jederzeit Schritt für Schritt angepasst werden. Pflege muss nicht bedeuten, von heute auf morgen alles abzugeben. Manchmal beginnt gute Unterstützung mit einem kleinen Schritt.

Der erste Schritt ist ganz einfach: Rufen Sie bei Ihrer Pflegekasse an. Die Pflegekasse gehört zu Ihrer Krankenkasse. Sagen Sie dort einfach: „Ich möchte einen Pflegegrad beantragen.“

Sie müssen dafür keine besonderen Fachbegriffe kennen. Die Pflegekasse erklärt Ihnen, wie es weitergeht und schickt Ihnen die notwendigen Unterlagen zu. Viele Pflegekassen bieten den Antrag inzwischen auch online an. Nach dem Antrag beauftragt Ihre Pflegekasse den Medizinischen Dienst (MD). Dieser meldet sich bei Ihnen und vereinbart die weitere Begutachtung.

Beschreiben Sie Ihren Alltag so, wie er wirklich ist. Viele Menschen sagen aus Gewohnheit: „Das geht schon noch.“ Wenn etwas aber nur unter Schmerzen, mit großer Anstrengung oder mit Hilfe funktioniert, sollten Sie das auch sagen.

Bitte haben Sie keine Angst vor der Begutachtung. Viele Menschen sind vor dem Termin mit dem Medizinischen Dienst aufgeregt. Das ist ganz normal. Bei der Begutachtung geht es darum herauszufinden, wie gut Sie Ihren Alltag noch selbstständig bewältigen können und wobei Sie Hilfe brauchen.
Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin des MD fragt zum Beispiel:
  • Können Sie allein aufstehen und sich in der Wohnung bewegen?
  • Können Sie sich selbst waschen, duschen und anziehen?
  • Können Sie allein zur Toilette gehen?
  • Können Sie Ihre Medikamente selbstständig einnehmen?
  • Können Sie noch einkaufen, kochen oder den Haushalt erledigen?
  • Brauchen Sie nachts Unterstützung?
  • Haben Sie Schmerzen, Ängste, Vergesslichkeit oder andere Beschwerden, die Ihren Alltag erschweren?
Wenn Ihnen wegen Arthrose, Gicht, Rückenschmerzen, Schwindel oder Kraftlosigkeit das Anziehen schwerfällt, wenn Sie beim Duschen unsicher sind oder Treppen nur noch mit Mühe schaffen, dann sagen Sie das bitte offen. Versuchen Sie nicht, sich für den Termin besonders zusammenzureißen. Beschreiben Sie Ihren Alltag so, wie er wirklich ist – auch die schlechten Tage.
Wenn vorhanden, legen Sie zum Beispiel bereit:
  • Ihren aktuellen Medikamentenplan
  • Krankenhaus- oder Entlassungsberichte
  • Unterlagen vom Hausarzt oder Facharzt
  • Informationen über Therapien
  • eine Liste Ihrer Hilfsmittel, zum Beispiel Rollator, Gehstock, Pflegebett oder Toilettenstuhl
  • Unterlagen Ihres Pflegedienstes, wenn bereits ein Pflegedienst zu Ihnen kommt
Auch ein Angehöriger oder eine andere Person, die Ihren Alltag gut kennt, kann beim Gespräch dabei sein.
Auch wenn Sie nur für einige Tage oder Wochen Unterstützung benötigen, können Sie sich Hilfe holen. Fragen Sie am besten schon vor der Entlassung beim Sozialdienst des Krankenhauses, bei Ihrer Kranken- oder Pflegekasse oder bei einem Pflegedienst in Ihrer Nähe nach.
Je nach Ihrer persönlichen Situation kann ein Pflegedienst Sie zum Beispiel unterstützen bei:
  • Körperpflege, Duschen und Ankleiden
  • Medikamenten, Insulin und anderen ärztlich verordneten Maßnahmen
  • An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen
  • Wundversorgung und Verbandswechsel
  • Unterstützung im Haushalt und beim Einkaufen
  • vorübergehender Hilfe nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Operation, bis Sie wieder selbstständiger sind
Wichtig: Sie müssen nicht dauerhaft pflegebedürftig sein, um nach einer Operation, einem Sturz oder einer Erkrankung vorübergehend Hilfe zu benötigen!

Das erleben sehr viele Familien. Wer sein Leben lang selbstständig war, möchte oft nicht plötzlich das Gefühl haben, dass andere alles übernehmen.
Deshalb ist es häufig besser, ganz langsam zu beginnen.

Zum Beispiel kann ein Pflegedienst zunächst nur bei der Hauswirtschaft unterstützen oder bei Bedarf beim Stellen der Medikamente helfen. So bleibt vieles wie gewohnt, aber an einzelnen Stellen entsteht Entlastung. Über diesen kleinen Einstieg lernt man sich kennen. Der Klient merkt, wer regelmäßig kommt, wie gearbeitet wird und dass nicht sofort alles verändert werden soll.

Vertrauen braucht manchmal einfach etwas Zeit. Wenn dieses Vertrauen gewachsen ist, fällt es vielen Menschen später leichter, auch bei anderen Dingen Unterstützung anzunehmen – zum Beispiel beim Duschen, Ankleiden oder bei weiteren pflegerischen Aufgaben.

Wichtig ist, die betroffene Person immer mitentscheiden zu lassen und nicht über ihren Kopf hinweg zu planen.